„Vitamin-D-Versorgung mangelhaft“ tituliert ein aktueller Artikel in der Medical Tribune und berichtet über einen erschreckenden Mangel bei Kindern und Jugendlichen. Dabei bezieht man sich auf eine große Metaanalyse, bei der allein die tägliche Einnahme zumindest im Winter von 400-1000IE die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen um 30% senken könnte. Unsere angeblich so maßgebliche Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt aber lediglich bei Säuglingen bis zur Vollendung des ersten Lebensjahr bis zu 1000IE täglich. Darüber hinaus gibt sie besser jeden Wissens keine grundsätzliche ganzjährige Empfehlung für gesunde Erwachsene.
Dabei ist doch hinlänglich bekannt, daß wir im Winter mangels UVB-Licht alle (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) ohne Substitution in einen Vitamin-D-Mangel rutschen, oder? Das sollte doch jedem zumindest schon einmal durch die etwas seltsame TV-Werbung „Deutschland fehlt das D“ bewußt geworden sein.
Wie sieht es nun aber jetzt im UVB-reicheren Frühjahr und Sommer aus? Da soll uns laut diverser Fachgesellschaften die tägliche UVB-Dosis unter freiem Himmel genügen? Ja, wenn wir uns weitestgehend unbekleidet längere Zeit der Mittagssonne aussetzen, wovon uns aber dermatologische Fachgesellschaften wegen drohender Krebsgefahr dringend abraten. Und wenn schon Sonne, dann bitte begrenzte Zeit mit Sonnenschutzfaktor 50 auf der Haut, denn das – Sie ahnen es schon – verhindert das Eindringen des krebsfördernde UVB-Lichts in die Haut. Und die logische Folge ist somit ein Vitamin-D-Mangel auch in Frühjahr und Sommer.
Nachdenken kann auch in der Medizin nicht schaden!
Aus diesem Teufelskreis können wir also nur ausbrechen, indem wir alle zumindest in Mitteleuropa 12 Monate im Jahr ungeachtet der Jahreszeit konsequent Vitamin D substituieren!
Und das bitte in Übereinstimmung mit namenhaften Wissenschaftlern wie z.B. Prof. Dr. Nicolai Worm nicht mit der DGE-Kinderdosis 1000IE, sondern mit 3-4000IE täglich zu einer fetthaltigen Mahlzeit.
Mein Rat:
Lassen Sie sich nicht von medizinischen oder ernährungswissenschaftlichen Leitlinien oder Empfehlungen bzw. Warnungen sog. Fachgesellschaften verunsichern. Informieren Sie sich gut, lassen Ihren Vitamin-D-Spiegel in einer Blutprobe untersuchen und werden so herausfinden, daß Sie zwischen 3-4000IE täglich für einen guten Vitamin-D-Spiegel benötigen. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe tausende solcher Untersuchungen durchgeführt!
Und wie oft wurde der Spiegel bei Ihnen gemessen?
